Antifaschistischer Sommer – Darmstadt Nazifrei!

1.Mai Nazis Blockieren in Mannheim
Treffpunkt 7:15 Hbf Darmstadt – 9:00 Gewerkschaftshaus Mannheim

4-18.Mai “Den Opfern einen Namen geben”
Ausstellung im Justus-Liebig-Haus: Opfer rechter Gewalt seit 1990

12.Mai “Rock gegen Rechts”

Am 12. Mai 2012 veranstaltet der Stadtschüler*innenrat Darmstadt zum 7 .Mal „Rock gegen Rechts“. Auch diesmal soll neben der musikalischen Unterhaltung die politische Aufklärung im Vordergrund stehen. Es gilt ein Zeichen gegen rechtsextreme, xenophobe und rassistische Denkweisen zu setzen. Erklärtes Ziel ist es, Aufklärung zu leisten und zum Engagement gegen Rechtsextremismus zu motivieren.

Es soll eine klare Gegenposition zu staatlichem Rassismus und alltagsrassistischen Strömungen gesetzt werden. Zu ersterem Thema werden wir in einem Workshop die Abschiebeproblematik und die Rolle der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland in Form der Grenzpolizei Frontex betrachten.

In unseren Augen ist aber neben dem traditionellen Rassismus, der in einem Zeitzeugengespräch mit Hans Heisel, einem Kämpfer der französischen Resistance während des Zweiten Weltkriegs, in Erinnerung gerufen wird, ebenfalls der moderne Rassismus ein Problem, was allgegenwärtig ist.

Neben Homophobie ist auch Sexismus noch sehr stark in unserer Gesellschaft verankert. Der immer noch benachteiligte Stand der gleichgeschlechtlichen Ehe und die Einkommensunterschiede zwischen Mann und Frau sprechen hier eine klare Sprache.

Aber auch unbekannte Rassismen, wie der Klassismus (Ausgrenzung sozial schwächerer Schichten), sollen mit unserer Veranstaltung in die Öffentlichkeit getragen und gezielt bekämpft werden. Allgemein stellen wir fest, dass der Begriff des Rassismus sich in den letzten Jahren gewandelt hat. Es wird nicht mehr nur von der klassischen „Rassentheorie“ der Nazi-Ideologie ausgegangen. Vielmehr werden imaginäre „Rassen“ – in dem Fall grenzen sich Menschen der Ober- und/oder der Mittelschicht von der Unterschicht ab – konstruiert, um sich von anderen Menschen abzugrenzen zum Zwecke des eigenen Vorteils.

Der Kampf gegen Rassismus und rechtes Gedankengut auf allen Ebenen ist ein wichtiger. Umso folgenreicher erscheinen hierbei staatliche Repressionen oder unwissenschaftliche Konstrukte , wie die Extremismustheorie seitens Politik, Polizei, Justiz und Verfassungsschutz, die den antirassistischen und antifaschistischen Widerstand zu schwächen oder zu brechen suchen. Um die kritische Aufarbeitung einer solchen Theorie soll es in einem weiteren Workshop, geleitet von Dr. David Salomon (Dozent an der TU Darmstadt), gehen.

Wer die Relevanz der antifaschistischen Arbeit erkannt hat, für den oder die wird es einen Workshop zur Antifa-Arbeit in Gruppen oder im Alltagsleben geben.
Die Workshops beginnen ab 15 Uhr im 603qm (Alexanderstraße 2).

Nach all der Theorie wird der Abend musikalisch in der Centralstation weitergehen. Bei einem Eintritt von 3 € (Soli: 5 €) werden The Iascope (Psychedelic Rock aus Darmstadt), Dopewalka (Dancehall aus München) und Tapete (HipHop aus Berlin) ab 20 Uhr für Unterhaltung sorgen.

Unterstützt wird die Veranstaltung von der AG „Weltoffenes Darmstadt“, dem Jugendring Darmstadt, dem AStA der TU Darmstadt, derDGB Jugend, der ver.di Jugend, der Landesschülervertretung Hessen, der GEW und der IG BCE Jugend.

In diesem Sinne: Darmstadt ist und bleibt antifaschistisch und Kein Mensch ist illegal!

1.Juni Solikonzert für boats4people

Gegen das Ertrinken!

Über 2.000 Personen ertranken im vergangenen Jahr bei dem Versuch, das Mittelmeer Richtung Europa zu überqueren – 1.400 davon allein zwischen Libyen, Tunesien und Italien.
Mit Booten und auf Fähren wollen im Juli Menschenrechts-Aktivisten im Mittelmeer gegen die europäische Grenzpolitik protestieren und bestimmte Meeresabschnitte beobachten. Einerseits um Frontex – der Organisation, die für die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten an den Außengrenzen der EU zuständig ist – auf die Finger zu schauen, andererseits um Seenothilfe leisten zu können, wenn es darauf ankommt. Diese Aktivisten brauchen Unterstützung und Solidarität.
Mit einem Konzert am Freitag, dem 1. Juni, möchte Boats 4 People – ein Bündnis aus Gruppen in Deutschland, Holland, Frankreich, Italien und Tunesien – die schwimmenden Proteste im Mittelmeer unterstützen. Heinz Ratz, Singer-Songwriter-Punk, Aktivist und Mitglied der Band Strom&Wasser, schließt sich für das Solidaritätskonzert mit The Refugees zusammen – einem Musikprojekt von verschiedenen afrikanischen Musikerinnen und Musikern, die in Deutschland als Flüchtlinge leben. Manfred Mauerbrecher, Romanautor und Musiker, wird ebenfalls auftreten. Außerdem wird die Ausstellung ‘traces of refugees’ zu sehen sein. Gemeinsam wollen sie Solidarität mit den Aktivisten zeigen und über die Menschenrechtsverletzungen an den Mittelmeergrenzen aufklären. (RED)
www.centralstation-darmstadt.de

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